NRW-Meisterschaften in Eicherscheid

NRW-Fahrmeisterschaften: Zwei Titel für das Rheinland
Quelle: Webseite des PSVR Rheinland (14.08.2013)
www.pemag.de

Im August zog es Fahrsportler aus ganz Nordrhein-Westfalen zum Pferdesportzentrum Rott in Simmerath/Eicherscheid, wo die diesjährigen NRW-Meisterschaften im Fahren ausgetragen wurden. Das Rheinland als Gastgeber konnte sich bei der gelungenen Veranstaltung über jeweils zwei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen freuen.

Das Pferdesportzentrum Rott schien anlässlich der NRW-Fahrmeisterschaften zum Zentrum der Aufmerksamkeit zahlreicher Fahrsportbegeisterter geworden zu sein – davon zeugte zumindest das Verkehrschaos in Eicherscheid, das über den Zeitraum der Veranstaltung nicht abzuebben schien. Rund 2.000 Besucher hatten die Veranstalter am letzten Turniertag zu verzeichnen – und freuten sich daher umso mehr über die durchweg positive Resonanz von Besuchern und Teilnehmern sowie den reibungslosen Ablauf des Turniers.
Um die Meistertitel wurde ein-, zwei- und vierspännig mit Ponys und Pferden gefahren. Egal ob mit kleinen oder großen, vier, acht oder sechzehn Pferdebeinen an den Leinen – in jeder der Disziplinen galt es, eine Dressurprüfung der Klasse S zu meistern.
Bei den Einspännern Pferde gelang dies Katja Helpertz von den Kutschen- und FSF Langenfeld-Rheinland am besten. Mit ihrem zehnjährigen Hessen Laniro fuhr die 21-Jährige aus Monheim zu Gold und damit zum NRW-Titel.
Bronze ging in dieser Anspannungsart an Heinz Künstler von der RG Hübeck-Grefrath. Den zwölf Jahre alten Hannoveranerwallach Ragando an den Leinen, fuhr der 71-Jährige aus Grefrath als Dritter auf das Treppchen. Dicht gefolgt von Marcel Lehmbruch, startend für den Krefelder RFV, der mit seiner elfjährigen Trakehnerstute Mailady knapp das Podest verpasste und auf Rang vier landete. Außerdem fuhr Peter Thelen vom RFV Fanal Neunkirchen-Seelscheid mit seiner 18 Jahre alten Stute Sweet Sally in dieser Prüfung auf den sechsten Rang.
Mit zwei Pferdestärken fuhr schließlich ein weiterer Rheinländer zu Gold: der 45-jährige Andreas May aus Burscheid. Angespannt hatte er seine beiden Wallache Emmerson P und Ewald, sieben und elf Jahre alt. Sechster wurde in dieser Disziplin der 62 Jahre alte Reiner Wolter vom RFV Gemünd-Schleiden e.V. mit dem neunjährigen Wallach Limbretto und dem 16 Jahre alten Wallach Wiking.
Unter den zehn besten konnten sich bei den zweispännig gefahrenen Pferden zudem auch Eckhard Behm vom RJV Gut Heiderhof und Hans-Willi Schophoven, erster Vorsitzender des gastgebenden Vereins, platzieren.
Mit seinen beiden jungen Stuten Milou (siebenjährig) und Mira (achtjährig) fuhr der 59-jährige Eckhard Behm aus Bonn auf Platz acht. Vor heimischer Kulisse startete der 54 Jahre alte Lokalmatador Hans-Willi Schophoven, der mit seinem achtjährigen Allure und dem 16-jährigen Robin als Neunter aus dieser Prüfung hervorging.
Gleich zwei Medaillen sicherten sich die Rheinländer wiederum in der Konkurrenz der Vierspänner Pferde: Den Titel des Vizemeisters fuhr hier Rene Poensgen vom RC Dürwiss ein, Bronze gab es für Andreas Wintgens von der PSG St. Georg Grenzland e.V.
Männersache machte der 33-jährige Rene Poensgen aus Eschweiler aus seiner Runde, für die er und die vier Wallache Gembit, Gismo, Zandgraaf und Zandor mit Silber belohnt wurden. Andreas Wintgens aus Übach-Palenberg hatte seine Stute Aida zusammen mit den Wallachen Domingo, Duett und Jim Knopf vor den Kutschbock gespannt.
Seine Nichte, die erst 19-jährige Jane Wintgens, die ebenfalls für die PSG St. Georg Grenzland e.V. startete, beendete mit ihrem Reitponywallach Gucci die Prüfung der einspännig gefahrenen Ponys mit dem siebten Platz. Gleich dahinter konnte sich die 49-jährige Elke Weber aus Straelen mit ihrer Stute Gina auf Rang acht platzieren. Als Zehnter kam außerdem der 45-jährige Bernd Schmitz vom RSV St. Hubertus Wesel-Obrighoven mit Haflingerwallach Neville noch knapp in die Liste der Top Ten.
Dass auch die Kleinsten ganz groß sein können, das bewies in Simmerath Jennifer Hüllenkremer, startend für den RFV Heinsberg. Mit Shetlandwallach Rubian und Mini-Shetlandponyhengst Sam an den Leinen fuhr die 26-Jährige aus Jülich zur Silbermedaille bei den Pony Zweispännern. Nicht ganz zu einer Medaille reichte es bei Dirk Sonntag vom FV St. Medardus Zülpich e.V. Angespannt hatte der 62-Jährige die beiden Reitponystuten Pia und Toffee, mit denen er diese Prüfung auf Rang vier beendete. Fünfte wurde die 43 Jahre alte Christiane Harder vom Dürener RFV mit ihrem Wallach Kleiner Prinz und der Stute Scala.